New Eden
Rezension von André Jarosch

Ein Arbeitslager während des Burenkriegs im Hinterland Südafrikas des Jahres 1901 bildet der Hintergrund von „New Eden“.
Um das Abenteuer spielen zu können muß man selbstverständlich erst einmal die Spielercharaktere an den Ort des Geschehens schaffen. Um dies zu vereinfachen wurden vorgefertigte Charaktere mit ihrer persönlichen Geschichte beigefügt. Ähnlich wie bei G&S´ Unter Druck ist auch dieses Abenteuer nicht vorgesehen um in eine laufende Kampagne mit den eigenen Charakteren eingebaut zu werden. Die 4 Charaktere sind englische „Gentleman“: Archäologe, Antiquar, Reporter und Kunstmaler. Nach und nach wird es immer klarer das es übernatürliche (cthulhuide) Aktivitäten im Lager gibt, aber bei weitem schrecklicher sind die menschlichen Untaten.
Auf 64 Seiten geht der Autor mit vielen lokalen Details auf die geschichtliche Epoche mit all ihren Grausamkeiten ein. Die Illustrationen sind recht einfach, dafür sind die zeitgemäßen Photos um so passender.
Wenn ihr mich fragt ob es sich lohnt seine laufende Kampagne einmal zu unterbrechen um dieses Einmalabenteuer zu spielen, so kann ich nur sagen: Eigentlich schon, sofern man an Geschichte und Charakter-Rollenspiel interessiert ist. Erforscher des reinen Mythos werden nicht unbedingt zufrieden gestellt werden. Gutes Szenario,  aber nicht fĂĽr Jedermann.


New Eden
von Heiko Gill
OMEN; 1998
64 Seiten; (Out of Print)


Diese Rezension wurde entnommen aus „SchattenKlinge“ Nr. 20 und ist © Copyright 1999, 2002 by AndrĂ© Jarosch