Naskorion

von Ingo Tschinke & Jörg Baumgartner

Naskorion ist eines der Reiche in ganz Ralios, welches sich besonders fĂŒr Abenteuer jeglicher Art eignet. Die in Naskorion beheimatete Bevölkerung ist sehr unterschiedlich, die Feinde des Reiches sind zahlreich und die internen Konflikte fĂŒhren immer wieder zu besonderen Eskalationen, in denen die hilfreiche Hand verschiedener Abenteurer gerne in Anspruch genommen wird. Naskorion ist zum einen ideal als Feindesreich fĂŒr Orlanthi aus Ost-Ralios und zum anderen sehr reizvoll in der Auseinandersetzung der verschiedensten Arkat-Sekten, der Stygischen Kirche von Naskorion und den von allen getretenen Orlanthi in Naskorion.
Die vorliegende Beschreibung stellt die Situation Naskorions im Jahre 1627 S.Z. dar - zum Zeitpunkt des großen kustrischen Turniers.

Beschreibung
Das alte Reich Naskorion liegt entlang des Flusses Doskier. Der grĂ¶ĂŸte Teil dieses Herzogtums besteht aus waldreichem, seichtem HĂŒgelland. Die fruchtbarsten Gebiete befinden sich lĂ€ngs des Doskier insbesondere in der NĂ€he von Marost, der Hauptstadt von Naskorion. Der Fluss stellt die Lebensader von Naskorion dar. Er ernĂ€hrt das Volk, bewĂ€ssert die Felder und ist der wichtigste Handelsweg zwischen Safelster und Ost-Ralios.
Der Großteil der Bevölkerung lebt zumeist auf der nördlichen Flußseite des Doskier. Dieses Areal ist erheblich fruchtbarer als das raue und waldreiche HĂŒgelland im sĂŒdlichen Landesteil von Naskorion. Die Bauern leben zumeist vom Feldanbau verschiedener Getreidearten, dem RĂŒbenanbau und der Viehzucht, wobei zumeist Schweine als Haustiere gehalten und bevorzugt werden. Aber auch der Fischreichtum des in Naskorion schon recht ausgedehnten Doskier ist ein wichtiger Bestandteil zur ErnĂ€hrung der Bevölkerung. Die Jagd ist, gemĂ€ĂŸ dem in Naskorion herrschenden Feudalrecht, nur den oberen beiden Kasten des Adels gestattet und spielt fĂŒr das Überleben der Bevölkerung keine Rolle.
Naskorion ist ein Land der GegensĂ€tze - rau und steinig an den Grenzen im Osten und Norden und waldreich und zerklĂŒftet im SĂŒden des Landes. Der Zentralteil des Landes entlang des Doskier Richtung Westen bis hin zu den Grenzen nach Borin und Sentanos ist sehr fruchtbares Land. Vor nicht allzu langer Zeit gelang es dem Herzog von Naskorion, sein Reich noch weiter in diese Richtung auszudehnen.
Das gesamte Reich ist das persönliche Eigentum des Herzogs von Naskorion. Die adligen Naskori leben nach einem uralten Feudalrecht, welches aus der Zeit von Arkats Dunklem Imperium stammt. Es existiert nach diesem Feudalrecht kein vererbbares Lehen, welches vom Herzog vergeben werden könnte. Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben sich lediglich vererbbare Titel gebildet, die dem Adel von Naskorion ihr Einkommen sichern. Dies sind zum einem die Hoftitel und zum anderen die 'WĂ€chter'. Die Hoftitel werden vom Herzog verliehen und umfassen den Kanzler, den HofkĂ€mmerer, den Mundschenk, den Champion Naskorions und den Marschal der Armee Naskorions. Diese Lords verwalten und beschĂŒtzen vier der fĂŒnf Teile in die das Herzogtum zerteilt ist. Diese Grafschaften sind Bemelor (nördlich vom Doskior und an der Grenze zum Riagos-Stamm von Delela), Srowal (nördlich von Keanos), Firhals (auch an Keanos grenzend), Xanost (sĂŒdlich des Flusses von Marost) und Marost. Die Grafschaft von Marost steht unter der direkten Kontrolle des Herzogs selbst. Diese Grafschaften sind wiederum in Ritterliche Lehen unterteilt, die den loyalen Garderittern eines Lords verliehen werden. Zum Beispiel wurde die Grafschaft Bemelor traditionell in Enelor, Theewer, Dasegkor und Hrolan unterteilt. Naskorion hat sich erst vor kurzem ins Riagos-Stammesgebiet ausgedehnt, und der Herzog errichtete die neue Grafschaft Garema, um seine UnterstĂŒtzer zu belohnen (und seine Einnahmen zu erhöhen). Obwohl Garema kleiner als die anderen Grafschaften ist, erwartet der Herzog, denselben Tribut zu erhalten, teilweise um eine weitere Ausweitung anzuregen.
Die Positionen der Hoftitelinhaber sind zumeist völlig von den Launen des jeweils herrschenden Herzogs abhĂ€ngig, und durch diese Praxis wurde in den letzten Jahrhunderten durch die Herzöge der Naskori schon so manche Adelsfamilie zu völligen Armut verdammt. FĂŒr die 'WĂ€chter' und deren HĂ€user stellt sich die Situation insgesamt etwas sicherer dar, da in der Vergangenheit kaum ein Herzog in der Lage war, einen 'WĂ€chter' mit dessen gesamter Gefolgschaft ohne weiteres zu ersetzen, ohne dessen Land sofort den Angriffen der Feinde der Naskori auszusetzen, die es mehr als reichlich gibt. Neben der Hauptstadt Marost existieren in Naskorion noch vier weitere StĂ€dte von kleiner bis mittlerer GrĂ¶ĂŸe. Fast alle diese StĂ€dte, unter ihnen sind Kantara und Theeweer in Bemelor, sind durch ErdwĂ€lle befestigt. Nur Marost verfĂŒgt ĂŒber eine vollstĂ€ndige Stadtmauer und wird von einer mĂ€chtigen Burg, dem Sitz des Herzogs, ĂŒberschattet. Insgesamt halten die Adligen von Naskorion elf Burgen im ganzen Reich, wovon die Burg des Herzogs in Marost, Großfels im Srowal im Osten und Zorakarkat im Norden die beeindruckensten sind. FĂŒr Ralios untypisch, gibt es um viele dieser Festungen keine Siedlungen, durch die Tatsache, dass der Herzog das Siedeln dort verbieten konnte (und hat). Statt dessen werden sie normalerweise durch spĂ€rlich verteidigte StĂ€dte innerhalb einer kurzen Reitdistanz unterstĂŒtzt, welche durch AusfĂ€lle von der Festung aus beschĂŒtzt werden können.
In Naskorion leben etwa 400.000 Menschen und 20.000 Trolle. Der grĂ¶ĂŸte Teil der menschlichen Bevölkerung sind von ihrem Ursprung Orlanthi (etwa 80%), gehören zumeist der henotheistische Kirche von Naskorion an, die Orlanth und Ralia als wichtigste Götter nach dem Unsichtbaren Gott ansehen. Praktisch gehören alle Orlanthiabkömmlinge der Bauernkaste an. Nur eine kleine Minderheit der Familien dieser in Naskorion ansĂ€ssigen Orlanthi sind in die Krieger- und Priester-Kaste aufgestiegen. Diese sogenannten Naskori sind zum grĂ¶ĂŸten Teil mit den Orlanthi in Ost-Ralios und Vustria schon seit Generationen verfeindet, da sie stark unter ÜberfĂ€llen dieser StĂ€mme zu leiden haben. Dies liegt zumeist, neben der Fruchtbarkeit des Landes, in dem Umstand begrĂŒndet, dass sie schon seit Jahrhunderten von malkionischen Feudalherren beherrscht werden, die an Arkat und die Wiederkehr des Dunklen Imperiums glauben. (Ostralische Orlanthi erinnern sich an Arkat als den Eindringling, der das Strahlende Imperium beendete, und sie benutzen seinen Namen als einen ihrer stĂ€rksten FlĂŒche.)
Die in Naskorion leben Trolle zumeist in einem eigenen Stadtviertel (welches man eher als Slum bezeichnen könnte) in Marost oder lĂ€ngs der Handelsrouten der Argan Argar-Kette, sowie der Feste Zorakarkat. Der Zuwachs der Bevölkerung unter den Trollen in Naskorion ist seit geraumer Zeit stetig angewachsen, da die Trolle in Naskorion durch die neue Stygische Kirche Naskorions in diesem Reich einen besonderen Status genießen, der sowohl vom Herzog Rainard de la Faucille als auch vom Bischof Kurzum Aragat besonders gefördert wird.

Geschichte
Das Herzogtum Naskorion ist in seiner (groben) jetzigen Form erst in der Zeit des Zusammenbruchs des Stygischen Imperiums im Zweiten Zeitalter entstanden, als die Gottlerner Ralios eroberten. Die letzten Reste der stygischen Armee wurde bis in den Osten von Ralios zurĂŒckgedrĂ€ngt. Der FĂŒhrer dieser letzten loyalen Überlebenden des Stygischen Imperiums war Paslac - der letzte Imperator. Er besiegte die in Naskorion beheimateten Orlanthi und machte sie zu seinen Sklaven. Nach einigen Jahren der Regeneration unternahm Paslac einen letzten Verzweifelungsschlag gegen die Gottlerner, von denen er vernichtend in Safelster in der NĂ€he von Syran geschlagen wurde.
Die siegreichen Eroberer teilten die Überbleibsel von Paslaces Imperium unter sich auf. Einer von ihnen, der Lord de la Faucille, wurde der Herzog von Naskorion und heiratete eine Tochter Paslacs, um seinen Anspruch auf das Land zu festigen. Durch diese Heirat lernte er von dem Stygischen Eigentumsrecht, welches nur den Nachkommen des Imperators erlaubt, Land zu besitzen. Mit einem gerissenen Manöver verzichtete er zugunsten seiner Kinder, den einzigen Nachkommen Paslacs, die einen Anspruch auf das Land haben können, auf alle seine AnsprĂŒche als Eroberer. Damit konnte er keinem seiner Untergebenen Land zugestehen, doch statt dessen entschĂ€digte er sie mit lukrativen Ämtern.
Als das Imperium der Gottlerner 1049 vom Fluss Tanier ertrĂ€nkt wurde, erklĂ€rte sich der Herzog von Naskorion selbst zum Erben von Arkats Stygischen Imperium und behielt sein Herzogtum, gerade noch und nur mit der Hilfe der Naskori, die missgĂŒnstig auf die östlichen StĂ€mme waren und es vorzogen, den Herzog zu unterstĂŒtzen, fĂŒr seine Familie. Ihre Belohnung war die Akzeptanz als Adlige von Naskorion, und sie beeinflussten die Staatsreligion stark darin, mehr Orlanthi-Aspekte mit einzubeziehen.
Wie auch immer - ihre Akzeptanz der Malkioni-Religion, und im speziellen von Arkat, machte die Naskori zu einer Zielscheibe fĂŒr die Missachtung und Feindschaft ihre Nachbarn aus Delela. Die Naskori wurden mehr und mehr abhĂ€ngig vom Schutz ihrer Safelstrischen Lords. Sie verloren bis zu einem Grad ihre Freiheit und wurden zu Leibeigenen des Adels, gebunden an das Land. Heutzutage ist das Haus von Ontor dem Hammer, Lord von Firhals, die einzige noch verbleibende adlige Orlanthi-Familie.
Der Hass zwischen Naskorion und den BarbarenstĂ€mmen im Osten wurde nur erhöht durch diesen „Verrat“ der Naskori-Orlanthi, und die Herzoge mussten große Anstrengungen fĂŒr die Verteidigung des Herzogtums unternehmen. Die Ostfront wurde schwer befestigt, und die Festung Großstein, Sitz des Lords von Srowal, hat das grĂ¶ĂŸte Kontingent von Truppen innerhalb des Herzogtums.
Unter der Herrschaft von Rainard de la Faucille wurde in den letzten 15 Jahren eine starke Expansionspolitik betrieben. Im Jahre 1608 ĂŒberfielen seine Truppen Borin, wobei der Graf von Borin und dessen Frau ihr Leben ließen. Nachdem er unliebsame Adlige ihrer Positionen enthoben und dadurch sein Reich stark gefestigt hatte, verkĂŒndete der Herzog 1616 öffentlich, dass er ein Agent der Argan Argar-Kette sei und diesen Kult der Trolle offiziell unterstĂŒtzen wĂŒrde. In dieser Zeit wurde drei große Karawansereien fĂŒr die durchziehenden Trolle errichtet. Im Jahre 1617 setzte Rainard seine Expansion fort, in dem er SĂŒddelela und den Osten von Sentanos eroberte. In den darauffolgenden Jahren wurde durch Rainard die Stygischen Kirche gegrĂŒndet und von 1618 bis 1620 Zorakarkat errichtet. Die Trolle von Naskorion erhielten besondere Rechte und wurden gegenĂŒber den AnhĂ€ngern der Aeolischen Kirche deutlich bevorzugt. Seit dem Jahre 1622 besteht die herzögliche Leibgarde nur noch aus Trollen des St. Zorak Zoran. Von dieser Leibgarde wurde eine Aufstand unter der FĂŒhrung von Ingvor dem Befreier mit Ă€ußerster BrutalitĂ€t niedergeschlagen.  

Wichtige Persönlichkeiten

Rainard de la Faucille, Herzog von Naskorion
Rainard ist ein selbstherrlicher und machtgieriger Fanatiker, der von Naskorion aus das alte Dunkle Imperium Arkats wiederbeleben will. Er steht damit durchaus seinen Ahnen in nichts nach, doch ist er der erste, der dazu eine eigene Religion erweckt hat, um Ralios in Arkats Namen zurĂŒckzugewinnen. Er hat vor fĂŒnfzehn Jahren den Titel des Herzogs ererbt und durch EroberungsfeldzĂŒge Naskorion erheblich vergrĂ¶ĂŸert.
Durch ein paar alte SchriftstĂŒcke wurde Rainard auf Reste der stygischen Kirche und deren Verbindung mit den Trollen aufmerksam. Nach dem er die ĂŒberlebenden Fragmente der stygischen Sekten herausgesucht hatte, begann er seine eigene Sicht einer neuen stygischen Kirche wiederzuerrichten, um Ralios zurĂŒckzubekommen. Er etablierte sich selbst als ein Agent der Argan Argar-Kette und nutzte die Verbindungen, um seinen Kontakte zu den Trollen weiter auszubauen.
Es gelang ihm, eine Verbindung zu einem Zauberer des Schwarzen Arkats aufzubauen, der sich sofort fĂŒr die Wiedereinrichtung der Stygischen Kirche begeisterte. Dieser Zauberer ist Kurzum Aragat, der von sich selbst behauptete, viele Visionen von Arkats RĂŒckkehr gehabt zu haben. Zusammen beschlossen sie, die Stygische Kirche wieder zu alter Macht zu fĂŒhren.
Aufgrund einer Vision von Kurzum Aragat auf dem Wege nach Naskorion wurde im Norden Naskorions von Rainard Zorakarkat erbaut - die Fest Arkats des Trolls. Diese Fest sollte zum einem dem Wiedergeborenen Arkat dienen und zum anderen eine Unterkunft als Karawanserei fĂŒr die Insektenkarawanen des Argan Argar darstellen, die sich zwischen Guhan und Halikiv bewegen. In nur zwei Jahre wurde an dieser Burg gebaut und sie wurde noch vor ihrer Fertigstellung ein Symbol der neuen Stygischen Kirche von Naskorion. In dieser Zeit wurde die neue Stygische Kirche von Herzog Rainard in ganz Naskorion als neue offizielle und privilegierte Staatsreligion von Naskorion ausgerufen, sie fand aufgrund der Konstellation des Adels Naskorions sehr schnell Anklang bei Hofe. Kurzum verkĂŒndete seine Prophezeiungen und Visionen, dass Arkat einst wiederkehren werden um sein Stygisches Imperium zu Macht und Ruhm zu fĂŒhren und Naskorion zur fĂŒhrenden Macht in Ralios erheben wĂŒrde. Trolle wurden seither in Naskorion besonders als Krieger und HĂ€ndler sehr geschĂ€tzt und von Rainard protegiert. Die meisten werden als Mitglieder der Ritterkaste angesehen, mit ihren Priestern in der Magier- oder sogar Lordkaste und Trollingen als Bauern.
In den Jahren nach der GrĂŒndung Zorakarkats zog Naskorion viele Trolle an, die sich der Neuen Stygischen Kirche zugehörig fĂŒhlen. Eine grĂ¶ĂŸere Trollsiedlung ist unter den Mauern von Marost entstanden. Es gibt eine wachsende Unruhe unter den Bauern von Naskorion, die sich an ihre Orlanthi-Mythen erinnern und immer weiter gegen diese Troll-Arkat-Anbetung sind. Es hat einige AufstĂ€nde gegeben, die Rainards TrolleibwĂ€chter in blutige Massaker verwandelt haben. Selbst diese massive Unruhe hat es nicht geschafft, Rainard zu beeindrucken, der fest glaubt, dass die RĂŒcker von Arkat Königstroll nahe bevorsteht.

Kurzum Aragat, Trollbischof der Neuen Stygischen Kirche von Naskorion
Kurzum Aragat wurde in Halkiv geboren und war Mitglied fast aller dort beheimateten Trollkulte. In jungen Jahren war er einst ein Krieger des Zorak Zoran, aus dessen Bande er allerdings hinausgeworfen wurde, da er sich allzu offensichtlich fĂŒr andere Dinge interessierte. Danach wurde er zum Geisterbeschwörer Jakabooms, durch den er als Schamane Kontakt zu den Ahnen seines Volkes aufnahm, die ihm seine Visionen bescherten. Er wurde so zum 'Propheten von Halikiv'. Kurzum zog kreuz und quer durch Halikiv und erzĂ€hlte den Trollen von seinen Visionen und dass es bald eine Zeit geben werde, in der Arkat der Troll wieder auf der OberflĂ€chenwelt wandeln werde, um die Trolle zur Macht zu fĂŒhren. Da Arkat aufgrund der Geschichte von Halikiv nur eine geringere Rolle gespielt hatte und es durch insbesondere mit Guhan stets Feindschaft gegeben hatte, stießen seine Worte vielfach auf taube Ohren.
Bewegt durch seine Visionen wurde Kurzum Aragat ein Zauberer des schwarzen Arkat, als der er seine wahre Berufung erkannte. Durch seinen Fanatismus angespornt, gelang es Kurzum, schnell in der Hierarchie des Kultes aufzusteigen, und so wurde er schon nach wenigen Jahren der FĂŒhrer dieses Kultes in Halikiv. In dieser Position traf er erstmals den Herzog von Naskorion, der durch deine Visionen seine Heiligkeit sofort erkannte und ihn bat, ihn als heiliger Bischof und Prophet Arkats nach Marost zu begleiten, um dort der FĂŒhrer der 'Stygischen Kirche' zu werden.
Zusammen mit einigen anderen AnhĂ€ngern vom Schwarzen Arkat, abenteuerlustigen Trollen, AnhĂ€ngern des Argan Argar, unter der FĂŒhrung von dessen Hohepriester Gruschbad, und einer ganzen Horde von Trollingen hat sich Kurzum auf den Weg nach Naskorion gemacht.  An einer bestimmten Stelle auf dem Wege nach Marost erfuhr Kurzum auf einem HĂŒgel eine erneute Vision einer Burg der Trolle, die hier einmal stehen sollte, wie sie noch nie jemand erblickt hatte. Dieser HĂŒgel stellte sich als ein alter Schrein Zorak Zorans heraus. und Rainard de la Faucille sah es sofort als eine seiner heiligsten Aufgaben an, die Burg von Zorakarkat zu errichten, und sie solle Arkat dem Troll gewidmet sein.
WĂ€hrend der Errichtung dieser Feste und der Grundsteinlegung einer neuen Kathedrale gelang es Kurzum Aragat die Stygische Kirche in Naskorion mit der Hilfe von Rainard unter den Adligen zu festigen. Durch die AktivitĂ€ten in Naskorion wurde Kurzum Aragat allerdings stark von der Königin Halkivs angegriffen, die es verurteilt, dass Kurzum das traditionelle Matriarchat aufgehoben hat und die in Naskorion ansĂ€ssigen Trolle in Kasten 'zwĂ€ngt'. Die Beziehung zwischen Kurzum und Halikiv haben sich seit dem abgekĂŒhlt...
Aber auch aus Guhan wurde der Protost von Molschobrok laut, dem Hohepriester des Schwarzen Arkat, der die Stygische Kirche verurteilt hat. Es ist Kurzum seither verboten, jemals wieder Halkiv oder Guhan zu betreten. Doch Kurzum Aragat fĂ€hrt unbeirrt damit fort, die Ankunft Arkat des Trolls zu predigen, mit dessen Hilfe er die Stygische Kirche und Naskorion ĂŒber ganz Ralios ausdehnen will.

Orktbrak, Troll Champion von Naskorion
Orktbrak ist der FĂŒhrer der Leibgarde des Herzogs von Naskorion und einer der besten Krieger des ganzen Reiches. Er ist ein Todeslord des Zorak Zoran und gleichzeitig ein AnhĂ€nger der Stygischen Kirche von Naskorion. Er stammt aus Guhan, von wo er von Gudebash, einem anderen Todeslord des Zorak Zoran, vertrieben wurde. FĂŒr einen Zorak Zoran-Todeslord ist Orktbrak erstaunlich zivilisiert und loyal gegenĂŒber dem Herzog. Allerdings ist er dafĂŒr bekannt, dass er unter den aufstĂ€ndischen Naskori wahre BlutbĂ€der veranstaltet hat. FĂŒr die meisten Naskori ist er der Inbegriff der Schattenseite der Stygischen Kirche von Naskorion. Nachdem es in Marost Konflikte zwischen der örtlichen Garnison und der Leibgarde gegeben hatte, bei denen 13 Soldaten ihr Leben ließen, hat Rainard de la Faucille Orktbrak mit dem Großteil     der Leibgarde      in    den Osten     des   Landes auf    Burg   Großfels geschickt. Dort verteidigen sie nun die Dörfer der einheimischen Naskori gegen Übergriffe aus Delela. Erstaunlicherweise scheint es auf Burg Großfels zwischen der Burgbesatzung und den Trollen nur sehr wenig Streitigkeiten zu geben, obwohl Saroult, der WĂ€chter des Ostens, dafĂŒr bekannt ist, dass er Trolle hasst.

Saroult, Lord von Srowal
Saroult ist neben dem Herzog einer der mĂ€chtigsten MĂ€nner in Naskorion. Er und sein Haus halten die Position des WĂ€chters nun schon seit ĂŒber fĂŒnfzehn Generationen. Er und seine Familie wie auch der Großteil seiner Untergebenen sind AnhĂ€nger einer der obskursten Arkat Sekten von ganz Ralios. Diese Sekte ist von vielen Geheimnissen umwittert, und es gibt böse Zungen, die behaupten, dass Saroult Arkat den TĂ€uscher verehrt.
Saroult ist schon seit Beginn der GrĂŒndung der Stygischen Kirche durch Herzog Rainard de la Faucille gewesen, da er die Verbindung Arkats mit den Trollen als widersinnig betrachtet und darin eine Verhöhnung der Arkat-Sekten sieht. Er ist auch einer der wenigen unter den Adligen Naskorions, der es wagt (und der es sich erlauben kann), Rainard Widerstand entgegen zu setzten. Er ist sich aber auch, genauso wie der Herzog, bewusst, dass er mit seiner großen AnhĂ€ngerschaft als WĂ€chter des Osten nicht ersetzbar ist. Inzwischen ist Saroult ein alter Mann, der zwar ruhiger geworden ist und den Konflikt mit dem Herzog vermeidet, aber trotz alledem seine Position als WĂ€chter des Ostens noch immer sehr beherzt wahrnimmt. Er hasst die Orlanthi und ist auch dafĂŒr bekannt, dass er die Naskori seiner Region mit harter Hand regiert und die Anbetung Orlanths Ă€ußerst rigide verfolgt. Lediglich der Aeolische Kirche gestattet er die freie GlaubensausĂŒbung. Allerdings verteidigt er seine Bauern auch.
In letzter Zeit hat er sich besonders der ihm zugewiesenen Leibgarde des Herzog unter der FĂŒhrung  Orktbraks bedient, um jeden Widerstand unter den Naskori niederzuschlagen und die Feinde im Osten durch ÜberfĂ€lle zu verwirren. Obgleich er die Trolle des Herzogs verachtet, sieht er sie eher als Mittel zum Zweck um die Feinde Naskorions zu vernichten.

Ontor der Hammer, Lord von Firhals
Ontor ist der einzige Adlige, der ein reines Haus der Naskori fĂŒhrt. Er ist ein AnhĂ€nger von St. Orlanth und damit der einzige, der völlig legitim Orlanth Rex anbeten darf. Zu seinem Haushalt gehören auch die einzigen in Naskorion existierenden Thains Orlanths. Er fĂŒhrt sein Haus genau nach den Gesetzen Orlanths wie einen Clan, dem er als HĂ€uptling vorsteht.
Ontor beherrscht fast das gesamte Gebiet sĂŒdlich des Doskier bis hin zu den Grenzen des barbarischen Keanos. Dieses Gebiet ist durchzogen von schroffen Schluchten und ist von dunklen UrwĂ€ldern bedeckt. Nur wenig Teile dieses Landes sind fruchtbares Ackerland.
Ontors Neffe Frusbur ist der Bischof von St. Orlanth in der Kirche von Naskorion, welcher sich in den letzten Jahren fast ausschließlich am Hofe Ontors aufhĂ€lt.
Der Lord von Firhals ist genauso hart wie das Land, welches er beherrscht, und er ist fĂŒr seine konservative Einstellung in ganz Naskorion bekannt. Obgleich er sich immer wieder gegen die Rebellen unter der FĂŒhrung Ingvors offiziell abgrenzt, wird ihm vielfach von den Adligen Naskorions unterstellt, dass er die Rebellion unterstĂŒtzt und eine ZusammenfĂŒhrung mit Delela anstrebt. Es soll sogar geheime Treffen zwischen Ontor und Arzuban Eisenarm gegeben haben. Rainard de la Faucille hat Ontor bereits mehrfach aufgefordert, gemĂ€ĂŸ seines LoyalitĂ€tseides gegenĂŒber seinem Haus die Rebellennester des Ingvor auszuheben und Rainard die Schuldigen auszuhĂ€ndigen. Bisher waren die 'Verfolgungen' des RebellenfĂŒhrers nicht von Erfolg gekrönt.

Frusbur, Bischof von St. Orlanth in der Kirche von Naskorion
Frusbur ist fĂŒr seine Position als Bischof der Sekte St. Orlanth in der Kirche Naskorions ein noch sehr junger Mann, der hauptsĂ€chlich durch die UnterstĂŒtzung von Ontor diese Stellung erhielt. Er hat sie mit sehr viel Enthusiasmus angetreten, wurde aber durch die VerĂ€nderung zum stygischen Glauben Herzog Rainards recht schnell frustriert. Der Herzog hat der Kirche Naskorions jegliche UnterstĂŒtzung entzogen und versucht, sie zugunsten der Stygischen Kirche aus Naskorion zu vertreiben. Frusbur sieht sich kaum in der Lage dagegen etwas zu unternehmen. Er realisierte schnell, dass auch offener Widerstand keine Chance haben wĂŒrde, um die Kirche vor trollischen EinflĂŒssen zu schĂŒtzen.
Aus diesem Grunde hat er Marost verlassen und hĂ€lt sich seit einigen Jahren im SĂŒden Naskorions am Hofe seines Onkels Ontor auf. Es wird gesagt, dass er plant die Neue Stygische Kirche zu zerstören. Man sagt ihm nach, dass er, genauso wie Ontor, die naskorischen Rebellen unterstĂŒtzt.

Ingvor der Befreier, FĂŒhrer der Orlanthi-Rebellen
Ingvor war einst ein Thain aus Ontors Haus, welcher sich zum Widerstand gegen die UnterdrĂŒckung seines Glaubens an Orlanth und die Kirche entschlossen hat. Es ist offiziell zum Bruch zwischen Ingvor und Ontor gekommen, der ihn aus seiner Gefolgschaft wies, da Ingvor zum offen Widerstand gegen Rainard aufgerufen hatte.
Inzwischen ist Ingvor ein reiner AnhĂ€nger Orlanths und hat bereits viele Naskori dazu bewegen können, sich seiner Rebellion anzuschließen, in dem er sie an ihre ursprĂŒnglichen Wurzeln erinnerte und an ihre wahre Herkunft, die durch die Arkati Naskorions zerstört wurde. Unter seiner FĂŒhrerschaft ist es zur flĂ€chenbrandartigen AufstĂ€nden in ganz Naskorion gekommen. Rainard de la Faucille hat diese mit Hilfe seiner Leibgarde und der Adligen Naskorions mit Ă€ußerster BrutalitĂ€t niedergeschlagen. Allein seine Leibgarde hat ĂŒber ein Dutzend Dörfer völlig dem Erdboden gleich gemacht und jeden Bewohner getötet.
Ingvor ist jedoch stets die Flucht gelungen, und bis heute konnte er den HĂ€schern des Herzogs entkommen. Er entkam den Gefolgsleute des Herzogs wieder und wieder, und es wird nur vermutet, dass er sich mit vielen seiner AnhĂ€nger in den SĂŒden Naskorions zurĂŒckgezogen hat. In dieser unwirtlichen Gegend hat Ontor schon mehrfach versucht ihn aufzuspĂŒren, um ihn fĂŒr den Herzog dingfest zu machen. Jedoch behaupten viele, dass dies nur halbherzige Versuche waren und Ontor in Wahrheit Ingvor noch immer im Geheimen unterstĂŒtzt.

Groudiat
Groudiat ist ein Adliger Arkati, welcher bei der Thronbesteigung Rainards seiner Position als HeerfĂŒhrer enthoben wurde. Seither fĂŒhrt er einen sinnlosen Kampf gegen die Herrschaft Rainards de la Faucille. Er fĂŒhrt eine Bande von Gesetzlosen an, die sich in erster Linie auf ÜberfĂ€lle auf die Karawanen zwischen Safelster und Naskorion spezialisiert hat.
Groudiat ist als rachsĂŒchtiger Verlierer bekannt, und die meisten Adligen Naskorions verachten ihn. Groudiat beruft sich schon seit langem darauf, durch eine dĂŒnne genealogische Linie mit Paslac verwandt zu sein und daher einen Anspruch auf den Thron von Naskorion zu haben.


Die Religionen von Naskorion
Offiziell gibt es nur eine Religion in Naskorion - die stygische Kirche - die die Staatreligion darstellt. Die Kirche hat sich ĂŒber die Jahre seiner Existenz gewandelt. In dem folgenden Text werdet ihr die „alte“ Version finden, wie sie vor den VerĂ€nderungen des Herzogs und Kurzum Aragats war. In dem Anschließenden Artikel ist die idealisierte Version der Neuen Stygischen Kirche, wie sie vom Herzog verbreitet wird.
Es gibt weitere Kirchen, Sekten und Religionen, die AnhĂ€nger in Naskorion gefunden haben. Diese Religionen werden zumeist von den Offiziellen Naskorions unterdrĂŒckt, und somit finden die Gottesdienste im Geheimen statt. Es gibt auch noch einige Orlanthi, die zur traditionellen Anbetung zurĂŒckgekehrt sind, wie sie in der östlichen Wildnis praktiziert wird.

Arkat-Sekten
Neben der Staatskirche folgen einige der adligen HĂ€user verschiedenen Arkat-Sekten. Nach der Zerstörung der Gottlerner in Ralios versuchten die Adligen Naskorions sich so weit wie möglich von den Gottlernern zu distanzieren und gaben somit ihre UnterstĂŒtzung den verschiedenen Arkat-Sekten. In den letzten Jahrhunderten verband diese UnterstĂŒtzung mehr oder weniger mit den UnterstĂŒtzenden AdelshĂ€usern zusammen.

Arkat der Lehrer
Diese kultivierte Sekte sieht Arkat als den Patron von Handwerk und Kunst und behauptet, dass er viele HandwerkskĂŒnste von seinen Landen in den Westen gebracht hat. Verschiedene Gilden haben einen Schrein dieses Aspektes in ihrem Zunfthaus, und in einigen Gilden lehrt der Gildenzauberer die Basiszauber der Gildengeheimnisse.

Arkat Humathson
Diese Sekte ist die populĂ€rste (einige sagen einzig populĂ€re) Form der Arkatanbetung unter den Naskori, obwohl sie immer noch eine sehr kleine Religion ist. Ihre AnhĂ€nger sehen Arkats Rolle als Gegner Lokamayadons, des Orlanth-Priesters, der seine Religion zugunsten seiner eigenen Ambitionen im Gottprojekt und zugunsten des leuchtenden Imperiums verkauft hat; der Priester, der die Sonnenanbeter des Nordens geschickt hat, um ĂŒber die guten Orlanthi zu herrschen. Arkat stellte Humath dar, den Kriegsgott der ralianischen Sturmanbeter, und erlaubte es Lokamayadon somit nicht, ihn in Lokamayadons Netz der DonnerbrĂŒder zu integrieren. Statt dessen wurde der Schwertgott zu großem Status erhoben und ist nun anderswo bekannt als Humath-Arkat oder Humakt.

Die Boristi
Es sind noch immer allen Versuchen zum Trotz, sie sofort zu zerstören, wenn sie auftauchen, Boristi in Naskorion. Die Boristi hatten in den vergangenen paar Jahrhunderten viele Anbeter, denn ihr Glaube verspricht den Bauern viel mehr Sicherheit, als es die Aeolische Kirche tun kann. So verwundert es nicht, dass an der lÀndlichen Landseite von Naskorion noch immer Boristi zu finden sind.

Die stygische Kirche von Naskorion
Die stygische Kirche von Naskorion wurde auf den Resten der alten stygischen Kirche von Arkats Dunklem Imperium erbaut. Die Herzoge von Naskorion sehen die Anbetung von St. Paslac als eine Art Ahnenanbetung an. Zur Zeit von Paslac, dem letzten Imperator, war die stygische Kirche eine steinzeitliche Religion, in der jede Gottheit der Lichtbringer und des Trollpantheons seinen eigenen Platz hatte.
Nach der Zerstöhrung des Stygischen Imperiums durch den Kreuzzug der Gottlerner wurde die stygische Kirche zerschlagen und offiziell durch die vereinigte Malkioni-Kirche des Unsichtbaren Gottes ersetzt, wie sie von den Gottlernern propagiert wurde. TatsĂ€chlich blieben die Bauern von Ralios bei ihren alten, halb-heidnischen Wegen, und ihre Religion wurde in Naskorion mehr oder weniger eine Aeolische Kirche, d.h. eine Malkioni-Religion mit Lichtbringer- und Orlanth-Pantheon „heiligen“ Götter. Die Adligen HĂ€user - viele, die behaupteten, von Paslac abzustammen - behielten einige Formen der Ahnenanbetung.
Diese Kirche des Volkes verlor die trollischen Aspekte, und der Arkat-Aspekt wurde von den immer intrigierenden Jrusteli-Mönchen unterdrĂŒckt. Als die Gottlerner vom niederen Ralios 1049 vom Tanier ersĂ€uft wurden „erinnerten“ sich die Adligen von Naskorion (Abkömlinge der KreuzzĂŒgler, die aber mit örtlichen Adligen HĂ€usern vermischt wurden) an den Arkat-Aspekt der Kirche, um zu demonstrieren, dass sie keine Gottlerner sind. Einige von ihnen nahmen nach dem Fall des Gottlerner-Imperiums an der PlĂŒnderung von Seshnela teil.
Die stygische Kirche war noch immer zum grĂ¶ĂŸten Teil aeolisch, im speziellen die der Bauernkaste der Naskori. Die Adligen benutzten die Kirche als eine politische Möglichkeit, um den unterdrĂŒckten Naskori eine Zuflucht in der Anbetung einer Art kastrierten Version des Orlanthglaubens zu flĂŒchten. Der Hauptaspekt dieser Kirche war Orlanth der Donnerer und Barntar (Orlanth der Farmer), wie auch Ralia. Keiner war ein Kriegerkult, der den fĂŒhrenden Adeligen gefĂ€hrlich werden konnte.
Die Adeligen konzentrierten sich auf die Ahnenanbetung von Paslac und Arkat (nur ein paar beteten Orlanth Rex an). Normalerweise hatte jeder Aspekt seinen eigenen Bischof. Es gab einen Bischof von St. Orlanth - der Position, die nun Frusbur inne hat - mit seinen Priestern, und Bischöfe von St. Arkat und St. Paslac. Weiterhin war dort eine Position fĂŒr einen Bischof fĂŒr den Dunkelheits- und Troll-Aspekt der stygischen Kirche, welcher fĂŒr die letzten paar Jahrhunderte unbesetzt blieb. All diese Bischöfe wurden von dem Kopf der stygischen Kirche gefĂŒhrt - der Herzog von Naskorion. In den letzten paar Jahren wurde die Kirche durch Herzog Rainard de la Faucille und seines neuen Bischofs Kurzum Aragat stark reformiert (siehe „Die neue stygische Kirche von Naskorion“).

Abenteuerideen fĂŒr Naskorion:

Tod den Trollen
Frusbur beginnt eine Kampagne gegen die Trolle von Naskorion. HierfĂŒr nutzt er die Idee von Retter dem Pirscher und heuert Leute an, um die Trollinge unter seine Kontrolle zu bekommen. Er verspricht ihnen gleiche Rechte und Freiheit. Das Ziel dieses Abenteuers sollte es sein, so viele Trollinge unter Kontrolle zu bringen wie möglich.

Freiheit fĂŒr Naskorion
Ingvor der Befreier versucht Orlanthi-Krieger aus Delela, Keanos und Saug anzuheuern.
HierfĂŒr schickt er einige seiner MĂ€nner zu den Clans in der Östlichen Wildnis um sie zu ĂŒberzeugen, fĂŒr die Freiheit der Orlanthi in Naskorion zu kĂ€mpfen. Dies ist eine gefĂ€hrliche Absicht, denn die Clans hassen die Naskori so sehr.

Ontor der VerrÀter
Herzog Rainard befiehlt einigen seiner MĂ€nner, ihm den Beweis zu liefern, dass Ontor der Hammer ein VerrĂ€ter ist. Seine MĂ€nner sollen versuchen, Ingvor zu fangen und den Beweis erbringen, dass Ingvor von Ontor unterstĂŒtzt wird. Wenn sie erfahren sollten, dass Ontor kein VerrĂ€ter ist, dann sollen sie den Beweis seiner Schuld selbst erfinden - Rainard möchte Ontor los werden.

Die Trollfeier
Kurzum Aragat verspricht den Bauern von Naskorion, dass sie wiedergeboren werden, durch die Arkat-Zeremonie der Wiedergeburt. HierfĂŒr schickt er einige seiner Gefolgsleute in die lĂ€ndlichen Gegenden, um Bauern zu finden, die ein Troll werden möchten (wie es Arkat geworden ist). Nach ihrer Wiedergeburt werden sie ihre Kaste Ă€ndern und Krieger im Namen Arkats werden. In der Zeremonie wird der Bauer von den Trollen gegessen werden, um die Wiedergeburt durch St. Kyger Litor zu erlangen. TatsĂ€chlich ist Kurzum nicht in der Lage, eine Wiedergeburt zu geben, er möchte eine großartige Feier fĂŒr seine Trollfreunde geben, mit richtig gutem Essen.


Die neue stygische Kirche von Naskorion

von Ingo Tschinke

Geschichte
Arkat war der grĂ¶ĂŸte Held, der jemals lebte. Das Ziel seines Lebens war die Zerstörung des Teufels, den er Gbaji nannte. Die ÂŽStygische Kirche` wurde von Arkat gegrĂŒndet, nachdem er Gbaji in Dorastor zerstört hatte.
WĂ€hrend seiner Karriere hatte Arkat eine Menge Wissen und Erfahrung zu sammeln, um sein unmenschliches Ziel zu erreichen. Er durchlief viele persönliche Transformationen. Er wurde auf Brithos geboren, wo er von Elfen erzogen wurde. Er kĂ€mpfte als ein Soldat fĂŒr die Brithini. FĂŒr seinen Erfolg gegen das Vampirkönigreich von Tanisor erhielt er eine Menge Ruhm, doch erkannte er auch, wie gottlos die Brithini waren. Er wechselte die Seiten zu Gerlant Flammenschwert und durchlief seine erste Transformation: er wurde ein Hrestoli-Ritter. Er durchlief schnell alle Kasten und wurde ein General des Seshnelischen Kreuzzuges gegen das Chaos. Aber die Hrestoli waren blind den anderen mĂ€chtigen Göttern von Glorantha gegenĂŒber. Arkat stellte sich selbst seinem Feind auf Lebenszeit zum ersten Mal vor - Gbaji dem VerrĂ€ter. Er ging auf eine Heldenqueste und wurde von DĂ€monen in der Hölle gefangen gesetzt. Von dort wurde er von Harmast Barfuß auf seiner Lichtbringerqueste gerettet. Deshalb wurde er ein Held von Orlanth, von da an Arkat Humathsohn genannt. FĂŒr eine lange Zeit kĂ€mpfte er Seite an Seite mit den Kriegern von Orlanth und Humath gegen seinen Feind, Gbaji den Teufel. Aber diese Transformation war nicht die letzte auf dem Weg zur Vernichtung Gbajis. Er war noch nicht komplett.
HierfĂŒr nahm er den Schritt in Richtung der Macht der Dunkelheit. Kyger Litor, Mutter der Trolle, absorbierte ihn und gebar Arkat den Troll. Nun war er vollstĂ€ndig. Mit der Hilfe von Zorak Zoran dem RĂ€cher war er völlig komplett. Er hatte nun das GefĂŒhl fĂŒr die Natur der Elfen, die Disziplin der Brithini, das Wissen der Kirchen des Westens, ein VerstĂ€ndnis fĂŒr die IndividualitĂ€t und Gemeinschaft der Orlanth-Kultur und die Macht der Trolle. Nun war er in der Lage, dem Teufel gegenĂŒberzutreten und ihn zu zerstören. Er ging mit seinen Freunden nach Dorastor, und er zerstörte in einem unmenschlichen Kampf von Macht den Teufel Gbaji. Dann kehrte er nach Ralios zurĂŒck, um sein Dunkles Imperium und die Stygische Kirche zu grĂŒnden. Schließlich wurde er ein Gott durch seine Vergöttlichung.
Sein Imperium war ein Reich fĂŒr alle Rassen von Ralios. Es gab Frieden zwischen Menschen und Trollen. Zusammen waren sie stark. Aber die dĂ€monischen Gottlerner zerstörten dieses friedvolle Imperium. Sie zerstörten auch die Freundschaft der Rassen. Nur der letzte Imperator, Paslac der Heilige, widerstand diesen niedertrĂ€chtigen DĂ€monen. Er schlug seine letzte Schlacht in Naskorion. Dort wurde er an den Ufern des Doskior-Flusses erschlagen. Aber seine Nachkommen ĂŒberlebten in diesem Land. Sie behielten das Wissen von Arkats stygischer Kirche in ihren Herzen. Sie kennen die Prophezeihung, daß eine Zeit kommen wird, wenn ER wiedergeboren und ER wieder als der Imperator von Ralios auferstehen wird. Dann wird die einzige WAHRE STYGISCHE Kirche sich selbst entschleiern.
Diese Version kam zu Herzog Rainard de la Faucille von Naskorion, dem einzigen wahren Nachkommen von Arkats Imperium, und zu dem Trollpriester vom schwaren Arkat, Kurzum Aragat von Halikiv, durch die Botschaften von Argan Argar: Zusammen errichteten sie die Festung Zorakarkat, die Festung der Freunde.

Theologie
Die stygische Kirche glaubt, dass da nur ein Großer Gott ist, der Unsichtbare Gott - der Erschaffer der Welt. Doch an seiner Seite sind andere Götter, die Glaube und Anbetung fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung und Hilfe verdienen. Die stygische Kirche folgt den Gesetzen von Malkion dem Propheten. Deshalb ist der Zauberspruch Stehlen verboten.
Die Kirche glaubt an vier Kasten, in die sowohl Menschen wie auch Trolle hineingeboren werden. Die vier Kasten sind die der Bauern (Trollinge), Krieger, Priester und Herrscher. Jeder, der sich durch seine FĂ€higkeiten und sein ehrenhaftes Benehmen wĂŒrdig genug erweist, kann von seiner Kaste in die `wahre KircheÂŽ von Arkat wandern. Die wachsende Klasse der BĂŒrger in der Stadt beansprucht einige der Rechte der Ritter-Kaste fĂŒr sich selbst (wie z.B., dass HĂ€ndler Waffen tragen), doch werden sie zur Bauern-Kaste gezĂ€hlt. Die stygische Kirche sieht MĂ€nner und Frauen in allen Aspekten als gleichberechtigt an.
Der Feind des Unsichtbaren Gottes und Arkats ist Gbaji, der Teufel und VerrĂ€ter. Gbaji fĂŒhrt eine Armee von DĂ€monen und Chaosgöttern an. In der Kirchendoktrin ist Chaos der schlimmste Feind, der immer versucht, den wahren Glauben zu zerstören.

Hierarchie
Der FĂŒhrer der neuen stygischen Kirche ist der Herzog von Naskorion, Rainard de la Faucille, unterstĂŒtzt von den Bischöfen von St. Arkat und St. Paslac, dem Bischof von Arkat dem Troll und dem Bischof von St. Orlanth. Im Moment hat Kurzum Aragat die Position von St. Arkat und St. Arkat dem Troll inne - er ist der heilige Prophet dieser Kirche. Die Position von St. Orlanth hat Frusbur inne. Wichtige Kirchenangelegenheiten können nur von allen dreien zusammen beschlossen werden.

Wichtige Götter und Heilige
Gefolgsleute der stygischen Kirche glauben an Malkion und Hrestol als Propheten des Unsichtbaren Gottes. Der wichtigste Heilige ist St. Arkat - der Held der Menschen und Trolle. Er ist der ursprĂŒngliche GrĂŒnder der stygischen Kirche. Der wichtigste MĂ€rtyrer ist St. Paslac - der letzte Imperator des Dunklen Imperiums. Er war der perfekte Regent, und alle Herzöge von Naskorion sind seine Nachkommen.
Außer den westlichen Heiligen verehrt die stygischen Kirche die Trollgötter Zorak Zoran, den Zerstörer des Chaos; Kyger Litor, Mutter von Arkat dem Troll; und Argan Argar, Gott der Freundschaft zwischen Menschen und Trollen. Die niederen Götter sind Orlanth, Vater aller Clans; Ralia, Mutter des Landes; Humath, Krieger der Ehre; und die Lichtbringer.


Dieser Artikel wurde entnommen aus „SchattenKlinge“ Nr. 20 und ist © Copyright 1999, 2002 by Ingo Tschinke und Jörg Baumgartner


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