Uron

von Andr├ę Jarosch

Beschreibung
Uron liegt in einem leicht bewaldetem, von wenigen H├╝geln durchbrochenem Flachland. Die n├Ârdliche Grenze teilt es mit Holut, die ├Âstliche mit Kustria. Die s├╝dliche Begrenzung ist eigentlich Tarasdal, doch beansprucht Uron den schmalen Landstrich von Tarasdal n├Ârdlich des Tanierflusses, auf dessen gegen├╝berliegenden Ufer sich der Rest von Tarasdal erstreckt, auch noch f├╝r sich. Der Tanierflu├č verdankt hier seinen Namen dem Heiligen Tanier, einem niederen Heiligen. Der Uronische Teil dieses langen Flusses, der bis zum Meer f├╝hrt, umfasst lediglich das St├╝ck das zwischen dem Felster See und Sodals Sumpf durch Uron f├╝hrt. Auf dem Fluss fahren flache Boote von Uron aus in Richtung Felster See um von dort aus Handel zu treiben oder zu fischen. An der Westgrenze liegt die sich best├Ąndig in Uron hinein ausweitende Grafschaft des Sodal Sumpfes.
Urons Hauptstadt Uton ist gleichzeitig der einzig nennenswerte Ort der den Namen Stadt verdient. Uton ist eine mittelgro├če Stadt, die das kulturelle und das Handelszentrum Urons darstellt. Zudem existiert neben Uton  noch eine Festung an der Grenzecke zu Holut und Kustria, bei der sich die gr├Â├čere Siedlung Karash gebildet hat, in der die besten Handwerkserzeugnisse Urons hergestellt werden. Eine weitere Siedlung namens Kesh um die gleichnamige Abtei am s├╝dlichen Ende Urons nahe des Tanierflu├čes ist hingegen mit weiteren sie umgebenden Siedlungen in der S├╝dh├Ąlfte Urons die Korn- und Fleischkammer dieses Landes.
Eine gut befestigte Handelsstra├če f├╝hrt von Uton aus in Richtung Norden bis Karash und Richtung S├╝den ├╝ber Kesh bis hin zum Tanier; wo diese Stra├če, weit weniger befestigt, weiter nach Tarasdal hineinf├╝hrt.

Einwohner
Die Einwohner von Uron sind Menschen der Wareran (wei├čen) Rasse. Das Volk von Uron besteht aus Nachkommen der urspr├╝nglichen Utoni und Abkommen der verschiedensten Eroberer, eingeschlossen Arkatis aus Arkats Dunklem Reich und Jorstland, Tanisoriern aus dem Gottlerner Imperium und weiteren. Die Einwohnerdichte ist sehr hoch. Die Gesamtbev├Âlkerung Urons umfasst ca. 100.000 Personen. Die Einwohner verteilen sich aber weitgehend recht gleichm├Ą├čig auf eine Vielzahl kleinerer Siedlungen, die im ganzen Land verstreut sind, wenn auch die Einwohneranzahl pro Quadratkilometer in N├Ąhe der drei Hauptsiedlungen immens ansteigt.

Kultur
Westlich orientiert mit starken Arkati Einfl├╝ssen in den drei Hauptsiedlungen und mit Ur-Enerali und Orlanthi Einfl├╝ssen in den kleineren Siedlungen und auf dem Lande.

Sprache
Utoni, eine Safelstrischer Dialekt (Ralianisch), der sich nur geringf├╝gig von den anderen Sprachen Salfelsters unterscheidet. Tradetalk, wird von den oberen Kasten h├Ąufig als Zweitsprache gelernt. Hingegen wird eine Theyaleanische Sprache oder seltener Hsunchen-Dialekte von den niederen Kasten als Zweitsprache beibehalten.

Regierung
Uron ist eine Monarchie an dessen Spitze der Graf steht und ist feudal gestaltet. Nach der Vertreibung der Tanisorischen Rokari wurde zun├Ąchst der letzte Nachkomme des Herrschers der vor den Rokari herrschte als Graf eingesetzt und wurde ab diesem Zeitpunkt ein erblicher Titel. Der Sitz des Grafen ist die Hauptstadt Uton. Je ein von Ihm ernannter Baron herrscht ├╝ber die Lehen Karash Keep und Kesh bei der Abtei von Kesh. Die Baron-Titel sind ebenfalls erblich, allerdings kann der Graf von Uron dies jederzeit widerrufen und einen v├Âllig neuen Baron ernennen.

Milit├Ąr
Urons aktives Heer besteht aus einer Streitmacht in Karash Keep, an der Dreiecksgrenze zu Kustria und Holut, haupts├Ąchlich um dort gegen die einfallenden pl├╝ndernden Reiter von Holut vorzugehen. Es besteht aus schwerer Infanterie und mittlerer Kavallerie. Weiterhin gibt es eine kleinere Anzahl von gut besetzten "Festungen" entlang der Grenzen zu Holut und Kustria. Die Soldaten in diesen, eher als Forts zu bezeichnenden, Bauwerken sind mit leichter Infanterie ausgestattet.
Zudem patrouilliert best├Ąndig eine gr├Â├čere Gruppe eines verrufenen S├Âldnerheeres unter Utoni Kommandeuren die Grenzlandschaft zum Sodals Sumpf, um der Plage der Schmuggler aus Tanisor Herr zu werden, die Urons Gesetzgebung untergraben wollen. Immer h├Ąufiger werden in Uron Schmuggler aufgegriffen die Tanisorische G├╝ter nach Kustria oder Kustrische G├╝ter nach Tanisor schmuggeln wollen. Uron wird von den Schmugglern als Wegstrecke genutzt, um in ihren Zielorten ihren zwielichtigen Gesch├Ąften nachzugehen. Dieses S├Âldnerheer kann man aufgrund ihrer verschiedenen Herkunft und Kampftaktiken nicht klassifizieren.
Die Grenze zu Tarasdal wird lediglich von Milizeinheiten patrouilliert.
Ein Kontingent Eliteritter, das unter dem Kommando seines Sohnes steht, steht dem Grafen auf Abruf bereit. Er macht hin und wieder auch davon Gebrauch, um an den immer dreister werdenden pl├╝ndernden Reitern von Holut ein Exempel zu statuieren oder um seine Besitzanspr├╝che auf den Landstrich n├Ârdlich des Uton Flusses vor Tarasdal zu unterstreichen. Letzteres kam allerdings in den letzten Jahren nicht mehr vor, da Uron und Tarasdal sich darauf geeinigt haben, das dieses Land offiziell zu Tarasdal geh├Ârt, inoffiziell aber nur von Uron genutzt werden darf.

Religionen
Die Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes dominiert ganz Uron, geht allerdings nicht über seine Grenzen hinaus. Der in Uton residierende Bischof Systanor ist der Führer dieser Kirche. Je ein von ihm eingesetzter Dekan steht jeder der beiden anderen Siedlungen vor. Fakt ist allerdings, das seit ca. 20 Jahren kein Dekan existiert. Die Aufgaben der geistigen Führung übernehmen dort eine Anzahl von Äbten.
Die Alte Arkat Kult Allianz stellt einen gro├čen Tempel, der von Systanor ignoriert wird, obwohl es den Priestern bereits gelungen ist einige Adelige zu konvertieren, unter anderem auch die Frau des Grafen Ondur.
Kleinere Splittergruppen der Anh├Ąnger der Alten Biestbruderschaft, der Kirche von Dangan, der Hrestolischen linealistischen Kirche und des Henotheismus existieren. Andere Glaubensrichtungen schafften es nicht Fu├č zu fassen oder sind verboten worden, so das sie h├Âchstens im Untergrund zu finden sind.
 

Bemerkenswerte Personen / Familien Urons

Ondur du Margont, Graf von Uron
Ondur ist ein pragmatischer Optimist sondergleichen und somit das Paradebeispiel eines typischen Utoni. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Bischof Systanor dem Beidh├Ąndigen, seinem Vetter, hat ihm in seinem Volk ein sehr hohes Ansehen eingebracht, da er veranlasst hat, das alle kulturellen und weltlichen Aktivit├Ąten auf die Religi├Âsen abgestimmt sein m├╝ssen und nicht, wie in der Generation vor ihm, umgekehrt. Zudem verfolgt er eine allen zugute kommende Innenpolitik und eine weise Au├čenpolitik, was ihm das Wohlwollen des Volkes auf Dauer sichert.
Die Grenz├╝berwachung ├╝berl├Ąsst er ├╝blicherweise seinen Baronen, die ihm Rechenschaft abzugeben haben. Nur in extremen Situationen greift er selbst ein oder schickt seinen Sohn um das zu regeln. Er pers├Ânlich kontrolliert weiterhin Pferdezucht und -handel innerhalb von Uron, wie auch die Pferderennen und die Herstellung und den Verkauf von jeglichen alkoholischen Getr├Ąnken.

Belnan du Margont, 1. Ritter von Uton
Er ist der recht junge Sohn des Grafen, Thronfolger von Uron und F├╝hrer des Eliteritter seines Vaters. Er ist f├╝r die Einhaltung von Recht und Ordnung im Kern der Grafschaft zust├Ąndig. Belnan ist bei allen Reporten der Barone an der Seite seines Vaters und zumeist ist er es, der seinem Vater die Entscheidung abnimmt wann dieser milit├Ąrisch einzugreifen hat und wann nicht. Er gilt im Volk als Schwarzseher was aber nur in sofern stimmt das er ein absoluter Realist ist und nicht versucht in allen Situationen nur die guten Seiten zu entdecken wie sein Vater. Belnan hat immer wieder Streit mit Baron Armon ├╝ber Zust├Ąndigkeiten und Kompetenzen an den Grenzen von Nord und Ost Uron. Belnan wird als der beste Reiter und der beste K├Ąmpfer zu Pferde in Uron angesehen.

Armon de Karash, Baron von Karash Keep
Er wird auch "Der glamour├Âse Ritter der dunklen Landen" genannt. Armon herrscht ├╝ber die Grenzgebiete zu Holut und Kustria und eines gro├čen Teilst├╝cks Urons im pers├Ânlichen Gebiet des Grafen, koordiniert dort die Truppen, ist f├╝r die Instandhaltung der Forts und ist f├╝r die gr├Â├čte Handwerkerortschaft Karash verantwortlich. Er ist ein Mann der die Ideale der galanten Ritterlichkeit verfolgt, was aber immer wieder stark auf die Probe gestellt wird, da sein Lehensgebiet das unruhigste Gebiet von ganz Uron ist. Er versucht die Taten Arkats mit der geistigen ├ťberlegenheit Malkions zu tun. Im Volk gilt er als ruhige, ├╝berlegene Pers├Ânlichkeit. Und jeder Bauer weis, das man ihn lange, sehr lange, reizen kann ohne das etwas passiert, doch wenn er eine Gegenma├čnahme ergreift, dann Gnade seinen Gegnern auf die sein Zorn gerichtet ist. Seine Familie besitzt schon seit Anbeginn der Eigenst├Ąndigkeit von Uron das Lehen Karash und kontrolliert direkt die Produktion von Metallwaren aller Art in ganz Uron; au├čer des Geldes selbstverst├Ąndlich. Uron pr├Ągt selbst keinerlei M├╝nzen, sondern akzeptiert alle M├╝nzen die nach Uron gebracht werden, egal ob Tanisorische Kronen, Orlanthische Sovereins, die Gulden der H├Ąndlergilden, Yelornische Sterne oder Lunare Lunare.

Ranor de Orbene, Baron von Kesh um die Abtei von Kesh
Er wurde vor Jahren einmal verd├Ąchtigt ein Auftraggeber einer der Schmugglerbanden von und nach Tanisor gewesen zu sein. Es konnte ihm allerdings niemand etwas nachweisen, so das der gutm├╝tige Graf die Beschuldigungen der Ritter zur├╝ckwies und der Baron seine Position behielt. Danach wollte der Graf keine weiteren Anschuldigungen mehr h├Âren. Ranor, der in einem burg├Ąhnlichen Bauwerk nahe der Abtei von Kesh residiert, lebt hier ├Ąu├čerst schwelgerisch und von Luxus umgeben, wie Ihn nicht einmal der Graf hat. Er n├╝tzt seine Nichtbeachtung durch Grafen Ondur leidlich aus um sich selbst in die eigene Tasche zu Wirtschaften. Er kontrolliert die Grenze zu Tarasdal und zum Sodal Sumpf, sowie drei kleine Flecken innerhalb des pers├Ânlichen Gebietes des Grafen und ist f├╝r die Siedlung Kesh um die Abtei von Kesh verantwortlich, wie auch f├╝r die Vielzahl der kleineren Ortschaften die Landwirtschaftlichen Erzeugnisse f├╝r fast ganz Uron liefern. Ranor hat eine S├Âldnerarmee angeheuert, die unter F├╝hrung einiger weniger Utoni Kommandeure den Sodal Sumpf kontrollieren. Diese S├Âldner stehen ihm Ruf fast genau soviel Schaden anzurichten wie die Schmuggler die sie Dingfest machen sollen, ja, ein Teil der Bev├Âlkerung glaubt sogar, das diese S├Âldner mit einem Teil der Schmuggler zusammenarbeiten, oder das sie sogar identisch sind.
Dennoch ist das Volk im S├╝den, das an der Grenze zu Tarasdal lebt, ist mit das fr├Âhlichste und gutgen├Ąhrteste was in Uron zu finden ist, auch wenn die Steuern in diesem Lehensgebiet ungleich h├Âher sind als in den anderen beiden Landesteilen. Ranors Familie besitzt dieses Lehen erst seit dem Zwischenfall 1575, bei dem der Baron und sein Konspirant, der Baron de Kesh, hingerichtet wurden. Ranor ist seit dieser Zeit der amtierende Baron und hat bisher schon zwei seiner S├Âhne ├╝berlebt, sieht aber noch erstaunlich frisch aus. Er kontrolliert den Fleischverkauf innerhalb Urons und die Ein- und Ausfuhr von Nahrungsmitteln nach oder aus Uron, nimmt es allerdings mit Kontrollen nicht so genau wenn nur seine Steuern regelm├Ą├čig bekommt.

Systanor der Beidh├Ąndige, Bischof der Kirche der linken und der rechten Hand des unsichtbaren Gottes
Er ist der Vetter des Grafen und arbeitet eng mit Ihm zusammen. Systanor lebt in und f├╝hrt seine Kirche von dem gro├čen Tempel in Uton aus, der dem Sitz des Herrschers genau gegen├╝bersteht. Sein gr├Â├čtes Problem besteht darin die Henothesistischen Kirchen von Otkorion und Azilos aus Uron herrauszuhalten. Boristi, Galvosti, Rokari und den Idealistischen Hrestoli Glauben konnte er auf Grund ihrer Ketzerischen Andersartigkeit einfach verbieten lassen, doch mit dem Henotheismus ist dies nicht so einfach, da dort doch einige Parallelen bestehen. Des weiteren versucht er schon seit seiner Ernennung einen Weg zu finden die ihm so verhasste Kirche von Nomia zu sch├Ądigen oder sogar zu zerschlagen. Er kontrolliert, da es keine Dekane gibt, direkt die ├äbte in den drei Hauptsiedlungen. Um dies zu bewerkstelligen bereist er jedes Jahr jeden Ort mindestens einmal. In  den Zeiten an denen es an einem der Orte eine religi├Âse oder politische Krise gibt beehrter er sie sogar ├Âfter. Die Prozession die sich durch das Land walzt f├╝hrt dann h├Ąufiger zu Verkehrsproblemen oder zu Arbeitsstillegungen, wenn die Bev├Âlkerung zu ihm str├Âmt um seinen Weg zu s├Ąumen und die linke und der rechte Hand des Unsichtbaren Gottes zu huldigen, dessen Ikonen er als Amtsst├Ąbe bei sich f├╝hrt.

ÔÇ×Siar EtharÔÇť, F├╝hrer des fahrenden Volkes von Uron
Siar Ethar ist das Pseudonym des selbsternannten Anf├╝hrers einer Donandar Gauklertruppe. Die Gaukler nennen ihn hinter seinem R├╝cken scherzhaft Lord Light, da Siar Ethar fast so klingt wie Sir Aether, der Gott des Himmels am Himmlischen Hof. Der gemischte Haufen, den Siar Ethar betreut, kam vor ein paar Jahren von Dara Happa aus durch Dorastor, ├╝ber den Kartolin Pass nach Ralios. Sie tauchten erstmals 1615, zum 300j├Ąhrigen Jubil├Ąumsfest der Kirche der linken und rechten Hand des unsichtbaren Gottes,  in Uron auf und hat das Gebiet seit dem nicht mehr verlassen. Die t├Ąnzerischen und akrobatischen Glanzleistungen die seine Leute vollbringen ,sind, mit Ausnahme der unregelm├Ą├čig stattfindenden Pferderennen, die gr├Â├čte Freude und Zerstreuung sowohl der Adeligen, wie auch des niederen Volkes. Siar Ethar ist weiterhin ein pers├Ânlicher Vertrauter von Graf Ondur. Sowohl Sir Belnan, wie auch die Barone misstrauen ihm. Jeder der drei meint irgendwann hinter den Grund zu kommen warum Siar Ethar und Graf Ondur im Geheimen miteinander kungeln. Jeder der drei hat andere Vorstellungen dar├╝ber was Siar vorhat und wie er Ondur beeinflusst, doch alle sind sich einig das er ein sehr dunkles Geheimnis hat.


Geschichte
Uton war ein Sohn von Eneral, der wiederum sp├Ąter von den Gottlernern als ein Sohn von Galanin, dem Hsunchen Gott der Pferde, klassifiziert wurde. Ralios wurde unter Utons Volk und denen seiner Br├╝dern Fornaro, Korion und Vustr aufgeteilt. Die Utoni lebten urspr├╝nglich in dem Gebiet das heute von Estali bis Holut reicht.
Das Utoni Gebiet, dass das heutige Uron umfasst wechselte im Laufe der Geschichte immer wieder seine Politische Zugeh├Ârigkeit. Weitestgehend lag dieses Gebiet am Anfang des zweiten Zeitalters im Dunklen Reich von Arkat, doch zuweilen war der Einfluss der urt├╝mlicheren Utoni und Galanini des S├╝dens auch Gr├Â├čer. Dann begann der R├╝ckkehr-zur-Richtigkeit Kreuzzug der Seschnegi Gottlerner die ihren Malkioni Glauben weiter verbreiteten. Das Utoni Gebiet stand seit dieser Zeit unter dem Einfluss des Gottlerner Imperiums. W├Ąhrend der Zweiten H├Ąlfte dieses Zeitalters fiel das Gebiet, das heute unter Uron bekannt ist, zun├Ąchst an das K├Ânigreich von Nomia, einem Pufferstaat zwischen den Gottlernern von Seschnela und dem untergehenden Dunklen Reich von Arkats. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Aufzeichnungen von der Sturheit und der Freiheitsliebe der hiesigen Utoni. Mit dem Fall der Gottlerner wurde das Utoni Gebiet aber auch  wieder von diesen Despoten befreit. Um es genauer zu sagen wurden, durch den wortw├Ârtlichen Untergang des Landes von Seshnela, erst einmal die Landen von Tanisor und Ralios bis hin zum Felster See von einer Flutwelle ├╝berschwemmt.
Viele kleinere Tanisorische Reiche entsprangen aus den Tr├╝mmern des Gottlerner Imperiums.
Zu etwa dieser Zeit wurde die Stadt Uton von Tanisorischen Herrschern erbaut, die das Utoni Volk diesen Gebietes regierten. Das Utoni Gebiet wurde zu einer Tanisorischen Grafschaft und unter dem Namen Uron gef├╝hrt, was wahrscheinlich von einem Schreibfehler eines Gelehrten herr├╝hrt und nie korrigiert wurde.
Im Osten von Ralios formierte sich hingegen nach und nach, im ehemaligen Gebiet des von den Gottlernern zerst├Ârten Dunklen Reich von Arkat, das Reich Jorstland, welches in best├Ąndigem Streit mit den Tanisorischen Staaten Stand.
 In 1315 fand ein nicht Namentlich bekannter M├Ânch in der Abtei von Kesh Fragmente eines alten Textes, der auf Arkat zur├╝ckzuf├╝hren war. Dieser M├Ânch und seine Anh├Ąnger verbreiteten diese Lehren in ganz Uron, wo die inzwischen v├Âllig verst├Ârten Leute diese Wahrheiten begeistert aufnahmen. Die einfachen Leute die sowohl volksm├Ą├čig wie auch religionsm├Ą├čig durch den st├Ąndigen Wandel vermischt wurden legten ihre alten, von den Gottlernern verunreinigten Religionen, ab um sich dieser neuen, alten, reinen Religion zu widmen die alle vereinte und aus diesem Volk wieder eine Einheit machte.
Schon fr├╝h konnte der Tanisorische Hrestoli Baron zum Glauben dieser neuen Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes konvertiert werden, allerdings wurde sie dadurch nicht zur Staatsreligion.
So waren beim Fall von Tanisor und Jorstland, die sich unter anderem auch durch die vielen Kleinkriege auf dem Gebiet der n├Ârdlichen Utonis zerst├Ârten, schon alle F├╝hrer der Utoni von Uron Anh├Ąnger dieser Religion, was zur Folge hatte das Uron nach der Zerst├Ârung dieser Reiche nicht mit Ihnen unterging sondern erbl├╝hte.
Ritter und Adel bestand nach wie vor aus ehemaligen Tanisoriern, die aber alle bekehrt waren, so das die Kirche der linken und rechten Hand doch noch zur Staatsreligion erhoben wurde.
Herzog Bailifes der Hammer begr├╝ndete in Tanisor die neue Herrscherdynastie und schlug den Grafen von Azilos, dessen Reich alles Ralianische Gebiet s├╝dlich des Tanier bis zur Grenze des heutigen Estali umfasste, vernichtend. Bailifes und seine Nachfahren ├╝berfielen danach Ralios immer wieder und annektieren immer mehr Gebiet. In der Mitte des 15ten Jahrhunderts nahm Ullianus III  alles Gebiet westlich des Felster Sees ein, Uron eingeschlossen. Der fr├╝heren Herrscher, die Adeligen und ein gro├čer Teil der Ritter wurden als Ketzer hingerichtet und Ullianus III setzte neue Grafen ein. Das Volk hielt still, ging mit der Kirche der linken und der rechten Hand des Unsichtbaren Gottes in den Untergrund um den Verfolgern aus der Rokari Kirche zu entgehen. Schon zwei Generationen sp├Ąter verlor Vikard von den Turnieren alles Ralianische Gebiet wieder. Seit diesem Zeitpunkt, 1523, vor etwa hundert Jahren, war Uron wieder frei.
Die Rokari wurden zur├╝ck nach Tanisor gejagt und die Utoni bestimmten ihren eigenen Herrscher, dem sie den Titel eines Grafen gaben.
Ein Nachkomme des letzten freien Grafen wurde als der erste freie Graf von Uron eingesetzt und verf├╝gte schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit das die Kirche der linken und der rechten Hand des Unsichtbaren Gottes wieder die Staatsreligion sein sollte.
1575 kam es zu einem Zwischenfall. Moriat le Planget, sechster Graf von Uron und seine rechte Hand, der Baron von Kesh, wurden als Mitglieder der Galvosti Kirche entlarvt, exkommuniziert, vom aufgebrachten Volk gest├╝rzt, vom Bischof verurteilt und verbrannt. Da der Graf keine Nachkommen hatte wurde Solram du Margont, der Bruder seiner Frau zum neuen Grafen ernannt. Ondur de Margont, der amtierende Graf, 9. Graf von Uron, ist sein Enkel.
In der vorherigen Generation waren nach dem Tode ihres Vaters, des Grafen Solram du Margont, pl├Âtzlich zwei Br├╝der an der Macht. Da aber nur einer Herrschen konnte ging der ├Ąltere, der sehr religi├Âs war, zun├Ąchst in den Ritterstand und wurde von dort aus in die  Zauberer-Kaste. Zun├Ąchst verstanden sich die beiden Br├╝der noch recht gut, doch als der ├Ąltere Bruder, Gysdanor, dann 1615 Bischof wurde, gab es immer h├Ąufiger Streit zwischen den sonst so einigen Geschwistern. Das Volk kannte beide als gute und gerechte Pers├Ânlichkeiten in Ihren ├ämtern, dennoch wurden ihre politisch-religi├Âsen Konflikte immer gr├Â├čer. Jeder wollte dem anderen zeigen, das er mehr Macht ├╝ber das Volk besa├č und so erlie├čen sie Gesetze und Religi├Âse Proklamationen, die einander absichtlich widersprachen. 1616 wurde es dem Volk dann zu bunt und es verweigerte sowohl Graf Soldur du Margont, wie auch Bischof Gysdanor den Gehorsam und verlangte ein Gottesurteil. Mitten in dem darauf folgenden Wettkampf wurden beide von pl├Âtzlich auftauchenden Geistern get├Âtet. Die Barone, wie auch einige der Bev├Âlkerung sahen darin ein Ausnutzen der Situation durch die Kirche von Nomia/das Reich Holut, Uron zu schw├Ąchen und zu verwirren. Das Volk aber sah hierin eine Beantwortung der Frage nach einem Gottesurteil. Der Sohn Soldur du Margonts, Ondur, trat die Nachfolge an und der Sohn des Bischofs Gysdanor, Systanor, wurde zum neuen Bischof ernannt. Seit dem herrschen Graf und Bischof in ehrenhafter Kooperation miteinander, ohne zu streiten, f├╝r das Volk.

Eine m├Âgliche Zukunft von Uron
- 1622 Ranor de Orbene wird nach einem Komplott verbannt. Sein Sohn Fralf ├╝bernimmt die Baronie.
- 1623 Siar Ethar wird bei einem Mordaschlag auf Fralf de Orbene beobachtet, vor Gericht gestellt, aber durch Einsatz des Grafen frei gelassen. Das Misstrauen der Barone und Belnans gegen├╝ber Siar Ethar und Graf Ondur w├Ąchst. Es kommt heraus, dass Siar Ethar der pers├Ânliche Assassine des Grafen ist.
- 1624 wird Fralf de Orbene wegen Unf├Ąhigkeit als Baron abgesetzt. Die Familie de Orbene bekommt den Landstreifen s├╝dlich des Tanier Flusses als letzte Bastion zugesprochen, w├Ąhrend Siar Ethar der neue Baron der eigentlichen Baronie wird.
- 1626 ├╝berrennt Azilos das Nachbarland Tarasdal. Sp├Ąter, in selben Jahr, f├Ąllt Azilos auch in Uron ein und nimmt den gr├Â├čten Teil des Landes ein, die Hauptstadt Uton eingeschlossen.  Fralf de Orbene so wie Graf Ondur de Margont werden get├Âtet. Siar Ethar geht in den Untergrund. Belnan de Margont wird der neue neue Graf, bleibt im Lande, obwohl er in den Untergrund gehen muss. Armon de Karash h├Ąlt die Landstriche im Norden. Systanor der Beidh├Ąndige verschanzt sich mit dem Adel und der Klerikale Kaste in der Kirche des eingenommenen Uton.
- 1627 Armon de Karash f├Ąllt dem Zweifrontenkrieg gegen Holut und Azilos zum Opfer. Belnan du Margont f├Ąllt bei dem Versuch eines ├ťberraschungsgegenangriffs. Foyalfine, der Graf von Azilos, gibt die Stadt Uton zur Pl├╝nderung frei. Hierbei wird die Kirche niedergebrannt und alle Insassen verbrennen; niemand entkommt.
Auf dem Gebiet von Uron finden unentwegt Schlachten zwischen Azilos und Holut statt. Uton ist v├Âllig zerst├Ârt. Die Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes hat keine F├╝hrer mehr und au├čer der Orlanthis auch keine Anh├Ąnger.
Uron ist nicht mehr.
 

Herrscher und Bisch├Âfe von Uron

Grafen
Dynastie le Planget
1. Dordek, 1. Graf von Uron                                      * 1475  t 1528  ( 1523 - 1528 )     53/5
2. Mordek, 2. Graf von Uron, Sohn von Dordek       * 1494 t 1541  ( 1528 - 1541 )     47/13
3. -Doriam, 3. Graf von Uron, 2. Sohn von Dordek  * 1497  t 1552 ( 1541 - 1552 )     55/11
4. Moriam, 4. Graf von Uron, Sohn von Doriam       * 1516 t 1560  ( 1552 - 1560 )     44/ 8
5. -Doriat, 5. Graf von Uron, 2. Sohn von Doriam    * 1519  t 1569 ( 1560 - 1569 )     50/ 9
6. Moriat, 6. Graf von Uron, Sohn von Doriat           * 1540   t 1575  ( 1569 -1575 )     35/ 6

Dynastie du Margont
7. Solram, 7. Graf von Uron                                        * 1539   t 1603  ( 1575 - 1603 )    64/28
8. Soldur, 8. Graf von Uron, Sohn von Solram          * 1562   t 1616  ( 1603 - 1616 )    54/13
9. Ondur, 9. Graf von Uron, Sohn von Soldur            * 1580   t 1626  ( 1616 - 1626 )    46/10
(10)Belnan, 10 Graf von Uron, Sohn von Ondur       * 1601   t 1627  ( 1626 -1627 )     26/ 1

Bisch├Âfe
Ratrique                                                                       * 1476   t 1536  ( 1523 - 1536 )    60/14
Fayronne                                                                      * 1504   t 1615  ( 1536 - 1615 )    111/79
Gysdanor du Margont                                                 * 1557   t 1616  ( 1615 - 1616 )    59/  1
Systanor                                                                       * 1575  t 1627  ( 1616 - 1627 )     52/11
 

Uron Regionale Aktivit├Ąten Tabelle

Gew├Âhnliche Ereignisse
- Schmuggler aus Tanisor gesichtet oder vermutet. Hilfe aus der Bev├Âlkerung wird erbeten.
- Ger├╝chte ├╝ber Krieg in einem der Nachbarstaaten. Preise f├╝r spezielle Luxusg├╝ter steigen.
- Andere Sekten werben aggressiv f├╝r ihre Religionen. Anf├╝hrer werden verhaftet oder des Landes verwiesen.

Ungew├Âhnliche Ereignisse
- Der Tanier und der Sodal Sumpf treten ├╝ber die Ufer. ├ťberschwemmung des S├╝dens und Westens von Uron; Flucht der dort lebenden Utoni in das Zentrum und den Osten.
- Schmuggler aus Kustria gesichtet oder vermutet. Hilfe aus der Bev├Âlkerung wird erbeten.
- Schmuggler aus Tanisor spielen Katz und Maus mit den Grenzs├Âldnern am Sodal Sumpf oder mit den Soldaten der Befestigungen bei Kustria. Weitere S├Âldner werden zur Unterst├╝tzung angeworben.
- ├ťberfall der pl├╝ndernden Reiter aus Holut. Handwerkserzeugnisse werden teurer, Waffen- und R├╝stungsschmiede gesucht. Alle Fremden werden streng kontrolliert.
- Fl├╝chtlinge der letzten Revolution aus Tarasdal erbitten um Schutz in Uron.
- Spion aus Tanisor gefasst. Hinrichtung folgt am folgenden Tag. 

Seltene Ereignisse
- D├╝rre in ganz Uron. Nahrungsmittelknappheit. Aufstand der Bauern, kurzzeitige Legalisierung des Schmuggels von Lebensmitteln VON Tanisor und Kustria.
- Tarasdal beansprucht den Landstreifen n├Ârdlich des Uton Flusses. Ritter werden zur S├╝dgrenze entsannt.
- Chaos-Monster schw├Ąrmen aus dem Sodal Sumpf aus. Evakuierungsma├čnahmen werden ergriffen. Ritter organisieren Gegenangriff.
- ├╝ber Nacht hat sich der Sodal Sumpf weiter in Uron hineingefressen. Ma├čnahmen zur Landr├╝ckgewinnung werden getroffen. Bauern werden zur Unterst├╝tzung aus anderen Gebieten zwangsumgesiedelt.


Die Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes

Geschichte
Die Kirche der linken und der rechten Hand des unsichtbaren Gottes ist das letzte rein gebliebene ├ťberbleibsel der Kirche von Arkats dunklem Imperium.
In Uton blieb in einem kleinen Kloster der richtige Glaube intakt. 1315, vor zehn Generationen, entdeckte ein namentlich nicht bekannter M├Ânch die alten Aufzeichnungen wieder. Er studierte diese alten Dokumente, interpretierte das Glaubensbekenntnis neu und gab dem wiederentdeckten Glauben den Namen: Die linke und rechte Hand des unsichtbaren Gottes.
Der Graf von Uron wurde nach k├╝rzester Zeit von den Wahrheiten von Arkats alter Kirche ├╝berzeugt und f├╝hrte sie sp├Ąter als Staatskirche ein. Der alte Bischof ging ins Exil und ein sehr aufgeschlossener, gelehriger M├Ânch ├╝bernahm die F├╝hrung der Kirche der linken und rechten Hand des unsichtbaren Gottes.
Nach der Gr├╝ndung des eigenst├Ąndigen Staates Uron ├╝bernahm ein Bischof  die F├╝hrung der Kirche der linken und rechten Hand des unsichtbaren Gottes.
Die urspr├╝nglichen Fragmente werden heute in der Abtei von Kesh in einem Raum mit strengen Sicherheitsvorkehrungen (magisch und nicht-magisch) verwahrt. Zugang zu diesen Texten haben nur Bisch├Âfe oder Dekane der Kirche der linken und rechten Hand des unsichtbaren Gottes.

Theologie
Die h├Âchste Gottheit ist der Unsichtbare Gott, der Erschaffer der Welt. Ihm zur Seite stehen noch viele niedere G├Âtter die er erschaffen hat. Zu den niederen G├Âttern geh├Âren Orlanth und seine sechs Gefolgsleute, die zusammen die Lichtbringer genannt werden, wie auch Humath, Otter und in geringem Ma├če auch Galanin, drei der Urspr├╝nglichen G├Âtter von Ralios. Malkion ist der erste Prophet des Unsichtbaren Gottes und sitzt an seiner linken Seite. Er steht f├╝r die geistigen Eigenschaften des unsichtbaren Gottes: ├ťberlegung, Planung, Intellekt etc. Der zweite Prophet des unsichtbaren Gottes ist Arkat, der Gr├╝nder des Dunklen Imperiums. Er sitzt zur rechten des unsichtbaren Gottes und repr├Ąsentiert die k├Ârperlichen Eigenschaften des unsichtbaren Gottes; Tat, Aktion, Gewalt etc. Der unsichtbare Gott ist in all seinen Eigenschaften vollkommen, somit sind auch seine Propheten vollkommen in ihren Eigenschaften. Keiner der zwei Propheten steht ├╝ber dem anderen, Intellekt und Aktion sind Gleichwertig.
Alle Menschen werden in eine der drei Kasten ( Bauer, Zauberer oder Herrscher ) hineingeboren. Krieger/Soldaten sind Personen des Bauerntums, des niederen Adels und privilegierte Zauberer. Ritter d├╝rfen sich aber nur solche Krieger nennen die vom Baron und vom Bischof von Uron als solche ernannt werden. Der Wechsel zwischen den Kasten ist in Ausnahmef├Ąllen gestattet und findet nur statt wenn ein Bauer, Adeliger oder Zauberer in den Ritterstand erhoben wird und von dort aus einer anderen Kaste beitritt.
Jede Verwendung von Tapping ist nicht im Sinne des Unsichtbaren Gottes und seiner Propheten, es ist verwerflich und abgrundtief B├Âse. Jede Kirche oder Person die Tapping erlaubt macht gemeinsame Sache mit dem B├Âsen dieser Welt und muss vernichtet werden.
Krjalki sind Nichtmenschen, die nicht den Gesetzen des Unsichtbaren Gottes unterliegen. Sie denken recht wenig, da sie Malkion, die linke Hand des Unsichtbaren Gottes, nicht kennen, handeln aber best├Ąndig nach den Taten von Arkat, der rechten Hand des Unsichtbaren Gottes; oder jedenfalls so wie sie die Taten Arkats interpretieren. Solange ein Krjalki unsere Gesetze und religi├Âsen Tabus nicht verletzt muss er so behandelt werden als w├Ąre er ein dem Menschen gleichwertiges Wesen. Sollte er allerdings unsere Gesetze verletzen oder sich unmenschlich verhalten, so soll er als Monster erschlagen werden.

Hierarchie
Der F├╝hrer der Kirche ist der Bischof von Uron.
Jede weitere Stadt hat einen eigenen Dekan. Jeder Dekan ist die denkende Kraft des jeweiligen Ortes; er repr├Ąsentiert dort die Macht der Propheten und ist der F├╝hrer der Kirche in seiner Stadt. In den letzten Jahrzehnten gab es keine weiteren Dekane.
Jedem Dekan unterstehen eine wechselnde Anzahl von ├äbten. Die Position des Abts ist die eines Dekansanw├Ąrters, bzw. Assistenten. Sie ├╝bernehmen die Aufgabe die Gottesdienste abzuhalten, die Gl├Ąubigen zu betreuen und zu lehren und die W├╝nsche ihrer Dekane auszuf├╝hren.
Unter einem Abt gibt es die mehrfach unterteilte Anw├Ąrter Position, auf der sich alle jungen Zauberer hocharbeiten m├╝ssen, bis sie einmal Abt werden k├Ânnen.

Wichtige Heilige

Sankt Malkion
Er ist die linke Hand des unsichtbaren Gottes. Er brachte als erster die Worte des unsichtbaren Gottes zu den Menschen und lehrte sie die Einstellungen des unsichtbaren Gottes. Nicht alle seine Lehren waren verwirklichbar und realistisch, doch es sind die inneren Einstellungen seiner Lehren woraufhin die Gl├Ąubigen hin arbeiten sollten.

Sankt Arkat
Er ist die rechte Hand des unsichtbaren Gottes. Er kam aus dem Westen um Ralios vor den Einfl├╝ssen von Gbaji, dem Betr├╝ger, zu sch├╝tzen. Er befreite Ralios und sogar Tanisor bis er in den Osten ging um Nysalor vor seiner B├Âsen Seite, Gbaji, zu retten. Er kam als weiser Mann zur├╝ck, der nicht immer nachvollziehbare Taten vollbrachte, doch dessen Taten immer etwas gutes nach sich zogen. Er war derjenige der das Dunkle Imperium errichtete. Nicht all das WIE er es tat war in des unsichtbaren Gottes Wille, aber das WAS er getan hat. Er ist die Ausf├╝hrende Kraft des Unsichtbaren Gottes.

Niedere G├Âtter
Der Glaube an Orlanth und seinen Lichtbringern ist schon seit lange bevor Arkats Errettungszug weit unter den Utoni verbreitet . Ein weiterer Schub wurde allerdings von Arkat nach seiner R├╝ckkehr aus dem Osten mit gebracht. Die barbarische Kultur und der Glaube an die Elemente als einzelne G├Âtter ist zwar nicht in den fragmentarischen Lehren der Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes ausdr├╝cklich so angegeben, doch repr├Ąsentieren die Lehren dieser barbarischen Religionen fast die selben moralischen Grunds├Ątze wie die des unsichtbaren Gottes und widersprechen sich nicht.. Man darf als Zauberer nicht in die einfachen Riten dieser G├Âtter verfallen, doch man kann sie nutzen um den Bauern die richtigen Einstellungen des Unsichtbaren Gottes n├Ąher zu bringen.

Hrestol
Ein Prophet der in den alten Fragmenten der Kirche der linken und der rechten Hand des Unsichtbaren Gottes nicht erw├Ąhnt wird und somit auch nicht als Prophet anerkannt ist, was zur Folge hat das die ÔÇ×KasteÔÇť der Soldaten nicht als Kaste anerkannt ist. Die rechte Hand des amtierenden Bischofs, der Abt Nelville, hat erst k├╝rzlich die Frage Aufgeworfen, ob die Texte nicht auch so gedeutet werden k├Ânnten, das Hrestol nicht in den Texten erw├Ąhnt wird, weil er, ├Ąhnlich wie Malkion, als Elementarer Bestandteil des Malkionismus angenommen wird. Bischof Systanor bestreitet dies und weigert sich sogar die Fragmente auf diese Interpretation noch einmal zu pr├╝fen.
 

Einstellungen zu anderen Sekten

Rokari Kirche
Diese Religion, die haupts├Ąchlich in Tanisor zu hause ist, nimmt die Lehren St. Malkions w├Ârtlich und versch├Ąrft sie noch durch die Prophezeiungen von "Sankt" Rokar. Sie Glauben an ein festes Kastensystem und daran das Stehlen B├Âse ist. Doch da h├Âren eure Gemeinsamkeiten schon auf. Sie verleugnen Arkat als Propheten, akzeptieren die niederen G├Âtter nicht und haben eine vierte Soldaten Kaste. In ihrer Kirche hat die Inquisition zur Zeit eine starke Position, die die Bekehrung durch das Schwert predigt. Sie sind auf jeden Fall Gegner und in Uron verboten.

Lineaistische Hrestoli
Diese Hrestoli Religion ist an der Burgenk├╝ste am st├Ąrksten, hat aber auch seit neuerer Zeit eine starke Position in Kustria. Sie haben mehr als drei Kasten. Zus├Ątzlich zu der falschen vierten Krieger Kaste haben sie sogar noch eine f├╝nfte Kaste, da sie die Ritter der Kriegerkaste auch noch als separate Kaste darstellen. Ein Kastenwechsel findet allerdings auch bei ihnen durch den Ritterstand statt. Diese Kirche wurde von St. Hrestol gegr├╝ndet der das Rittertum begonnen hat. Arkat und die niederen G├Âtter werden von ihnen nicht anerkannt. Sie sehen allerdings Stehlen als B├Âse an. Sie unterscheidet sich an vielen stellen von der Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes, sollte aber nicht verfolgt werden.

Idealistische Hrestoli Kirche
Diese zweite Hrestoli Religion, die in Loskalm die st├Ąrkste Kirche ist, glaubt an die v├Âllige Mobilit├Ąt zwischen den Kasten. Von den Kasten haben sie sogar vier, da die Krieger bei ihnen eine eigene Kaste darstellen. Diese Kirche wurde von St. Hrestol gegr├╝ndet der das Rittertum begonnen hat. Sie akzeptieren weder Arkat als Propheten, noch die Existenz der niederen G├Âtter. Sie sehen allerdings Stehlen als B├Âse an. Sie unterscheidet sich doch gravierend von der Kirche der linken und rechten Hand des Unsichtbaren Gottes, und sind deshalb verboten.

Galvosti
Die Kirche von Nomia, in Holut, ist eine ├╝ble Sekte des Malkionismus die es auszurotten gilt. Sie glauben an eine M├Âglichkeit des Kastenwechsels. Jedoch haben sie eine vierte Kaste, akzeptieren die niederen G├Âtter nicht und sehen auch Arkat nicht als Propheten an. Das wirklich B├Âse ist aber das sie das Tapping erlauben. Dieser Religion darf es nicht erlaubt werden weiter zu existieren, geschweige denn sich zu auszubreiten.

Boristi
Die Boristen sind ├╝ble Anbeter des B├Âsen. Sie Stehlen wahllos. Sie gilt es auf der ganzen Welt auszurotten. Zum Gl├╝ck gibt es nur wenige von Ihnen und ├╝berhaupt keine in Uron.

Die Kirche von Dangan
Diese Kirche ist dominant in Daran, Dangk und Tarasdal. Die Dagani akzeptieren die niederen G├Âtter, haben aber vier Kasten und erlauben keinen Wechsel der Kasten. Sie verurteilen allerdings das Tapping. Diese Kirche besitzt eine gute Basis, ist allerdings vom Rokari Glauben beeinflusst.

Die Henotheisten
Sie gibt es in zwei, nicht miteinander verbundenen, Kirchen: Die Henotheisten von Otkorion und die Henotheisten von Azilos. Sie erkennen an das die Lehren Malkions und die niederen G├Âtter nebeneinander existieren k├Ânnen, sind der Kirche in Uron somit nicht un├Ąhnlich. Doch obwohl sie behaupten auf alten Wahrheiten aus Arkats Reich zu beruhen sind sie doch nur falsche Religionen, zentriert um ihre falschen F├╝hrer die merkw├╝rdigerweise auch die F├╝hrer der Nationen sind in denen dieser Glaube innerhalb der letzten Jahrzehnte entstand. Sie sind L├╝gner und werden in den Gl├Ąubigen von Uron keine Anh├Ąnger finden. Um die Einwohner allerdings gar nicht erst zu verwirren sollte den Henotheistischen Missionaren erst gar nicht erlaubt werden ihren Glauben in Uron ├Âffentlich anzupreisen.

Andere Stygische Sekten
Es gibt in Ralios viele unterschiedliche Sekten die behaupten die Erben von der Religion des Dunklen Imperiums zu sein. Au├čer dieser Behauptung verbindet sie aber nichts weiter. Fast jeder Stadtstaat hat seine eigene religi├Âse Einstellung.


Dieser Artikel wurde entnommen aus ÔÇ×SchattenKlingeÔÇť Nr. 18 und ist © Copyright 1998, 2002 by Andr├ę Jarosch


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